Lohnfortzahlung in der privaten Krankenversicherung

Als Versicherter einer privaten Krankenversicherung können Sie die Höhe und den Beginn Ihres Krankengeldes im Fall von Erkrankungen selbst festlegen. Sollten Sie erkranken, so kann dies zu einer zeitlich begrenzten oder auch dauernden Arbeitsunfähigkeit führen. Sie können bei einer zeitlich begrenzten Arbeitsunfähigkeit weder arbeiten noch ein Einkommen erzielen. Als Arbeitnehmer in einer gesetzlichen Krankenversicherung, erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber während der ersten sechs Wochen Ihrer Erkrankung eine Lohnfortzahlung. 

Bei einer darüber hinaus gehenden Arbeitsunfähigkeit wird vom Arbeitgeber allerdings kein Lohn oder Gehalt mehr bezahlt. Beträgt Ihrkrankheitsbedingtes Ausfallen länger als sechs Wochen, tritt die Versorgung durch die gesetzliche Krankenversicherung an die Stelle Ihres Arbeitgebers. Als gesetzlich Versicherter können Sie bis zu 78 Wochen innerhalb von drei Kalenderjahren Krankengeld von Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung erhalten. Der Anspruch ist auf 70 Prozent Ihres letzten Bruttogehaltes begrenzt.
Danach können Sie als Versicherte einer gesetzlichen Krankenversicherung keine weiteren Ansprüche mehr geltend machen. Als Mitglied einer privaten Krankenversicherung können Sie die Höhe und den Beginn Ihres Krankengeldes im Fall von Erkrankungen selbst festlegen. Beispielsweise können Sie ein Krankengeld bis in Höhe Ihres realen Nettoeinkommens vereinbaren. Ein hohes Krankengeld hat dementsprechend Auswirkungen auf die Höhe Ihrer Beitragszahlungen.Die Dauer der Lohnfortzahlung ist nicht an bestimmte Fristen gebunden.


Leistungen können Sie bis zum Rentenalter oder auch bei einer dauerhaften arbeitsunfähigkeit beziehen. Auch eine Versteuerung der Krankengeldzahlung  und Abgabe von Sozialabgaben
in der privaten Krankenversicherung sind nicht gegeben.

Krankentagegeld ist ab dem ersten Krankheitstag versicherbar, jedoch teuer. Um ein vermindertes Einkommen auszugleichen, können gesetzlich Krankenversicherte eine private Zusatzversicherung abschließen. Im Rahmen einer solchen Krankenzusatzversicherung für Krankentagegeld kann die private Krankenversicherung für ein Ausgleichen Ihres Verdienstausfalles sorgen. Bei Selbstständigkeit oder freiberuflicher Tätigkeit erhalten Sie keine Lohnfortzahlungen. Sie können bei einer Erkrankung nicht auf einen Arbeitgeber zählen und erzielen somit möglicherweise keinerlei Einkommen. 
Daher die Wahl der Höhe des Krankengeldes für Selbstständige sehr wichtig.  Lebenshaltungs- und Fixkosten müssen auch bei
langem Ausfall aufgrund von Erkrankungen durch das Krankengeld sicher gestellt sein. Der Bezug von Krankengeld ab dem ersten Tag kann bei einigen Privatversicherern durchaus vereinbart werden, doch diese Tarife sind meist entsprechend teuer. Für Selbstständige wird im allgemeinen ein Krankentagegeld nach einer Erkrankungsdauer von zwei bis drei Wochen empfohlen.

Durch eine stufenweise Anhebung des Krankentagegeldes wird der Versicherungbeitrag günstiger. Wenn Sie als Geschäftsführer tätig sind, kann eine Lohnfortzahlung gesonderte Regelungen erforderlich machen. In Ihrem Anstellungsvertrag können Sie festlegen, dass Ihre Bezüge bei Erkrankungen beispielsweise für die Dauer von 4 Monaten weiter gezahlt werden. Dadurch
beginnt die Auszahlung der Krankengeldversicherung  erst nach einer Karenzzeit von 4 Monaten.


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