Allgemeines zur Private Krankenversicherung

Der Begriff Private Krankenversicherung (PKV) steht für die Gesamtheit der privatrechtlich organisierten Krankenversicherungsunternehmen, die eine Absicherung gegen Krankheitskosten anbieten. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkassen versichern private Krankenversicherungsunternehmen nur abhängig Beschäftigte, deren Bruttoeinkommen oberhalb der gesetzlichen Versicherungspflichtgrenze liegt. Außerdem können sich auch Selbständige, Freiberufler und Beamte bei privaten Krankenversicherungsunternehmen versichern.

In der privaten Krankenversicherung sind Familienmitglieder nicht automatisch mitversichert, sondern müssen gesondert, mit zusätzlichen Versicherungsprämien, versichert werden.
Der Versicherte ist in der PKV selbst Vertragspartner des Arztes oder Krankenhauses. Es wird nach dem Kostenerstattungsprinzip abgerechnet, das heißt der Versicherte erhält eine von ihm selbst zu begleichende Rechnung für alle Leistungen, die er in Anspruch nimmt und rechnet die angefallenen Kosten mit seiner Krankenversicherung ab.

Die Beitragsprämien in der PKV errechnen sich grundsätzlich nach dem Eintrittsalter, Gesundheitszustand und den gewünschten Versicherungsleistungen. Hier unterscheidet sich die PKV grundsätzlich von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die gesetzliche Krankenversicherung bietet allen Versicherten unabhängig vom Alter, Gesundheitszustand und Einkommen die im Bedarfsfall erforderlichen Leistungen gemäß gesetzlicher Vorgaben.

Im Gegensatz zur Privaten Krankenversicherung sind in der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht erwerbstätige Familienmitglieder beitragsfrei mitversichert.

Es wurde mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz sichergestellt, dass alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland Zugang zu einer Absicherung im Krankheitsfall haben. Für Nichtversicherte gilt in der PKV die dem System der PKV zuzuordnen sind, seit dem 1. Januar 2009 die Pflicht zur Versicherung. Der Versicherungspflicht der Versicherungsnehmer steht auf Seiten des Versicherers ein Kontrahierungszwang für den sogenannten Basistarif gegenüber.
Alle Versicherungsunternehmen müssen diesen Tarif seit 2009 neben den herkömmlichen Tarifen anbieten. Außerdem wurde bei einem Wechsel des Versicherungsunternehmens die Übertragbarkeit von Alterungsrückstellungen (bei ab dem 1. Januar 2009 abgeschlossenen Neuverträgen) eingeführt.

Privaten Krankenversicherungsunternehmen können mit den gesetzlichen Krankenkassen kooperieren. Das bedeutet für die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen, dass zu vergleichsweise günstigen Tarifen Zusatzleistungen vereinbart werden können, die ihnen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen nicht zur Verfügung stehen.

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